Zuerst ein paar einleitende Worte:

Ram-Air in der Theorie

 

       Fahren wir in der Theorie mal auf die Autobahn, denn nur dort erreichen wir 

        die notwendigen   Geschwindigkeiten.

       Das Motorrad schiebt bei hoher Geschwindigkeit ein Polster 

       verdichteter Umgebungsluft vor sich her. Wenn der Lufteinlass an einer 

        strömungsgünstigen Stelle platziert ist,

        dann ist der Luftdruck, der in die Airbox einströmenden Luft höher 

        als der normale draußen herrschende atmosphärische Umgebungsluftdruck. 

        Das angesaugte Gemisch ist höher verdichtet, kälter und enthält mehr 

        Sauerstoff und Kraftstoff. 

        Die Zündung ist effektiver und bringt deshalb mehr Leistung.

       Jedenfalls in der Theorie.

       Es gibt natürlich Grenzen. Die Gemischmenge, die man in einen Motor 

        hineindrücken kann, ist endlich.

         Irgendwann würde man, wenn man immer weiter beschleunigen könnte, 

        eine Geschwindigkeit erreichen, bei der die zugeführte Gemischmenge vom Motor

        nicht mehr verarbeitet werden kann.                    

       Irgendwann ist es einfach zu viel.


       Bei hohen Geschwindigkeiten von mehr als 240 km/h, bei denen nach der 

        Theorie die Lufteinströmung am effektivsten arbeiten sollte,

       ergibt sich aus dem Luftwiderstand, 

        dass größere Leistungszuwächse erforderlich sind, um geringe Zuwächse bei der 

        Geschwindigkeit zu erreichen.

 

       Stichwort Fahrwiderstand.....

       Das Arbeitsprinzip:

       Bei der konventionellen Ansaugmethode wird vom Motor (über die Airbox) 

        im warmen Bereich unter der Sitzbank die benötigte Luft angesaugt. 

       Beim RAM-AIR  übernehmen nun Lufteinlässe im logischerweise vorderen 

       Teil der Verkleidung diesen Part. Über die Kanäle wird  kühlere „dickere“ 

       Außenluft bzw. Umgebungsluft in die Air-Box geführt. 

        Eine große Luftdichte bedeutet auch einen höheren Sauerstoffgehalt,

       ein großer Sauerstoffanteil im angesaugten Gemisch 

       steigert folglich die Leistung. Entscheidend ob Ram-Air- Effekt oder nicht 

        ist die gute Abdichtung des gesamten Ansaugtrakts 

       vom Einlass des Ram-Air in der Verkleidung über die 

       Airbox bis zu den Anschlüssen der Airbox an die Vergaserbatterie 

        bzw. den Drosselklappen.                                                                                                              

       Man muss bedenken, dass sich der Druck von dem hier die Rede ist sich 

im mBar Bereich bewegt.

       Werte um 2o-30 mBar im High Speed sind zu erwarten.

       Über besonders geformte Kanäle wird die frische und eher kühle Außenluft dann 

       direkt zur Air-Box geführt. Kühler hier im Vergleich zu den herrschenden 

       Temperaturen und den daraus sich ergebenden Ansaugluft - 

        Temperaturen unter dem Tank.  

       Ab einer gewissen Geschwindigkeit entsteht so durch den Fahrtwind ein 

       (wenn auch leichter) Überdruck in der Airbox. Der höhere Druck und die kühle 

       Ansaugluft steigern die Luftdichte in der Air-Box...

       Um die kühle Luft darum dreht es sich HIER....  

 

Käufliche Airbox-umbauten gibt es HIER

 

        Mein Persönliches Fazit kann man HIER lesen

 

    Die Gemischaufbereitung muss an die sich veränderten 

     Druckverhältnisse angepasst werden. 

    Bei Modellen mit Einspritzanlage geht dies relativ einfach 

     über Änderungen der vorhandenen Kennfelder im Steuergerät,

    so ist es bei Vergasermotoren mehr Aufwand. 

    Trotz des technischen und konstruktiven Mehraufwands darf man von solchen Systemen 

    keine übermäßigen Leistungszuwächse erwarten. Der von den verschiedenen 

     Systemen verursachte Leistungszuwachs ist zwar durchaus messbar,

     leider setzt er erst bei nicht immer so einfach erreichbaren

    Geschwindigkeiten ein. Also dann, wenn der Luftwiderstand die 

     Mehrleistung langsam „auffrißt“.

    Aber verbessern lässt sich immer etwas.....